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Ausgabe 1|2-2026

Warum Europa Strom als zentrales Element der Sicherheitsinfrastruktur behandeln muss

Kristian Ruby

Als im Januar große Teile Berlins ohne Strom waren, wurden Tausende Menschen plötzlich an eine grundlegende Tatsache erinnert: Strom ist keine beliebige Ware. Er ist das Rückgrat der modernen Gesellschaft. Verkehrssysteme kamen zum Erliegen. Die Telekommunikation wurde unterbrochen. Unternehmen mussten schließen. Das öffentliche Leben kam zum Stillstand.

Eine Erkenntnis ist dabei besonders entscheidend: In der heutigen geopolitischen Lage sind Stromversorgungssysteme strategische Einrichtungen und potenzielle Angriffsziele. Die dramatischen Folgen dieser neuen Realität sind in der Ukraine zu sehen. Seit fast drei Jahren ist dort die Strominfrastruktur systematischen und immer tiefgreifenderen Angriffen ausgesetzt. Diese zielen nicht nur darauf ab, Einrichtungen zu beschädigen, sondern auch die Gesellschaft zu destabilisieren und die Verteidigung zu schwächen.

Im Gegensatz zur Ukraine ist Europa nicht von Kriegsgefahren bedroht. Aber auch wir leben nicht in vollkommen friedlichen Zeiten. In einem neuen Bericht mit dem Titel „Battle-tested power systems” (Kriegserprobte Stromversorgungssysteme) hat Eurelectric untersucht, wie hybride Bedrohungen für die Energieinfrastruktur in der gesamten EU zunehmen. Unterbrechungen von Seekabeln in der Ostsee, Brandanschläge auf Energieanlagen, eskalierende Cyberangriffe und koordinierte Desinformationskampagnen gegen Versorgungsunternehmen sind keine Einzelfälle mehr. Sie sind Teil einer systematischen Einflussnahme auf kritische Infrastrukturen.

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Prognosen und Szenarien für die globale Energieversorgung – Die Kluft zwischen Anspruch und Realität

Hans-Wilhelm Schiffer

Dieser Artikel skizziert die Aussichten für die globale Energieversorgung bis zum Jahr 2050, wie sie sich aus aktuellen Studien internationaler Organisationen, globaler Unternehmen und der Wissenschaft ergeben. Es ist klar, dass die Zukunft der Energieversorgung anders aussehen wird als in der Vergangenheit. Es findet ein Übergang von einer Ära statt, die von fossilen Brennstoffen dominiert war, zu einer Welt, in der erneuerbare Energien vorherrschen. Den Ergebnissen der verschiedenen Studien zufolge hängen Umfang und Geschwindigkeit dieser Transformation weitgehend von den gewählten methodischen Ansätzen und den getroffenen Annahmen ab.

Herausforderungen und Strategien beim Betrieb von Batteriegroßspeichern am Beispiel M5BAT

Lucas Koltermann and Dirk Uwe Sauer

Die Integration erneuerbarer Energien wie Wind- und Photovoltaikanlagen erfordert zunehmend flexible und zuverlässige Energiespeicherlösungen. Batteriegroßspeichersysteme (BESS) sind Schlüsselkomponenten zur Stabilisierung des Stromnetzes, zur Bereitstellung von Systemdienstleistungen wie Primär- und Sekundärregelleistung sowie zum Ausgleich von Energieerzeugung und -verbrauch. In diesem Artikel werden praktische Erkenntnisse aus dem Betrieb des Forschungs-BESS M5BAT präsentiert, das verschiedene Batterietechnologien, darunter Blei-Säure- und Lithium-Ionen-Batterien, im Einzel- und Hybridbetrieb kombiniert. Der Schwerpunkt liegt auf dem Ladezustandsmanagement, dem Zellbalancing, der Systemeffizienz und der Batteriealterung unter realen Betriebsbedingungen. Die Ergebnisse zeigen, dass gezielte SOC-Fenster und aktive Balancingstrategien die nutzbare Kapazität maximieren und die Alterung minimieren, während Multi-Use-Betriebsszenarien die Gesamteffizienz des Systems verbessern. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für die Verbesserung bestehender BESS sowie für die Planung künftiger Batteriegroßspeicher und unterstützen die langfristige Zuverlässigkeit, Leistung und Netzintegration erneuerbarer Energiequellen.

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Technisch-wirtschaftliche Analyse der Umnutzung von Kraftwerks­infrastruktur als DAC-Anlagen

Robert Sager, Nils Hendrik Petersen, Manfred Wirsum und Urs Overhoff

Die in diesem Beitrag vorgestellten Ergebnisse liefern eine erste Bewertung der Umnutzung stillgelegter Kohlekraftwerke als DAC-Anlagen (direct air capture) auf der Grundlage verfügbarer Daten des Kohlekraftwerks Niederaußem. Die Ergebnisse der techno-ökonomischen Analyse zeigen das theoretische Potenzial der Umnutzung von Kohlekraftwerken als DAC-Anlagen: DAC-Systeme in Kraftwerken haben das Potenzial, die Investitionskosten der Anlage zu senken, da die Investitionskosten für den Luftkontaktor entfallen. Unter den in diesem Papier getroffenen Annahmen hat ein DAC-System in einem Kraftwerk mit einer Lebensdauer von 15 Jahren niedrigere LCOCO2 als eine neu gebaute DAC-Anlage mit derselben jährlichen Abscheidungskapazität. Aufgrund der Entscheidung, Kohlekraftwerke in Deutschland stillzulegen, ist der Zeitraum für eine mögliche Realisierung von DAC-Systemen in Kraftwerken begrenzt.

Die neue Industrieemissionsrichtlinie und der BREF-Prozess

Kristina Juhrich

Im Zuge der Revision des Industrieemissionsrichtlinie sind relevante Auswirkungen auf den BREF-Prozess und die zukünftige Festlegung von Grenzwerten zu erwarten. Während bisher verpflichtend der obere Wert der Bandbreite umzusetzen war, muss zukünftig die gesamte Bandbreite berücksichtigt und der niedrigste erreichbare Wert ermittelt werden. Neben den Schadstoffemissionen in die verschiedenen Medien müssen auch weitere Aspekte des Produktionsprozesses berücksichtigt werden, wie den Verbrauch an Ressourcen und Energie und sonstige Umweltbelastungen. Im folgenden Beitrag werden die wichtigsten Änderungen beschrieben und der mögliche Umgang mit den neuen Anforderungen diskutiert.

Umbaumaßnahmen an mit Erdgas befeuerten Dampfkesseln zum Einsatz von Wasserstoff unter Einhaltung der NOx-Emissionen

Michael Beyer, Thomas Schmidt, Stefan Kohn und Jeremia Schreiber

Die Bestrebungen der deutschen Regierung sind, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu gestalten. Dazu gehört der Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038 idealerweise bis 2030. Danach werden Öl und Erdgas aus der Erzeugung von Strom und Wärme herausgenommen. Dies gilt gleichermaßen für Haushalte und Industrie. Schon heute werden Weichen in der Industrie dafür gestellt. Die Verfasser haben exemplarisch theoretische Untersuchungen durchgeführt, wie eine bestehende Kesselanlage bei sukzessiver Substitution des Erdgases durch Wasserstoff geändert werden muss. Ziel ist, sowohl eine stabile Betriebsweise, einen hohen Wirkungsgrad als auch die geforderten NOx-Emissionen zu gewährleisten. Es werden Umbaumaßnahmen an den Feuerungsanlagen und den Dampferzeugern vorgestellt und eine Einschätzung gegeben, unter welchen Rahmenbedingungen ein Umbau wirtschaftlicher ist als eine neue Dampfkesselanlage.

Entwicklung von Strategien für das Lebenszyklusmanagement von Dampfturbinen und Generatoren in alternden fossil befeuerten Dampfkraftwerken

Pascal Decoussemaeker, Michael Binder und Paul Cooper

Viele Betreiber von Dampfkraftwerken stehen vor dem Problem, dass sie zur Unterstützung der Energiewende ihre Anlagen länger als ursprünglich vorgesehen betreiben müssen. Um einen weiterhin zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten, ist es wichtig, die Anlagenmanagementstrategie für die verbleibende Betriebsdauer zu aktualisieren. In diesem Beitrag wird ein Überblick über die Hauptrisiken für die Dampfturbine und den Generator gegeben, zusammen mit einigen der verfügbaren Methoden zur Überwachung und Kontrolle dieser Risiken. Der Beitrag diskutiert auch andere Risiken, die sich möglicherweise auf alternde Anlagen auswirken und durch Wechselwirkungen mit dem Stromnetz verursacht werden können, unter Berücksichtigung der Veränderungen, die sich in vielen Ländern im Zusammenhang mit der laufenden Energiewende auf die Netze auswirken.

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IEA: Weltweite Beschäftigung im Energiesektor 2025 – Zusammenfassung

Internationale Energieagentur (IEA)

Die Berichtsreihe „World Energy Employment report“ (WEE) bietet eine umfassende Erfassung und Analyse der weltweiten Beschäftigungslage im Energiesektor, einschließlich Schätzungen zu Umfang und Verteilung nach Regionen, Sektoren und Technologien. Außerdem wird bewertet, wie sich der Arbeitskräftebedarf im Energiesektor bis 2035 in allen IEA-Energiebedarfsszenarien entwickeln wird. Die Analyse basiert auf einer jährlichen Umfrage der IEA, für die Angaben von mehr als 700 Energieunternehmen, Gewerkschaften und Bildungseinrichtungen erfasst wurden und die neuen Perspektiven auf die Arbeitsdynamik, den Arbeitskräftemangel und sich wandelnde Qualifikationsanforderungen bietet. Der Bericht enthält auch sektorale Tiefenanalysen, die eine detaillierte Analyse der Trends in verschiedenen Bereichen des Energiesektors bieten. Das Wachstum der Gasnachfrage in den USA aufgrund von LNG-Exporten und Rechenzentren wird durch den Ausbau der Pipelines unterstützt

GECF Forum der Erdgas exportierenden Länder

GECF Gas Exporting Countries Forum

Das Jahr 2025 war ein weiteres entscheidendes für die globale Energiebranche, geprägt von einer Abkehr von der bisherigen Klimapolitik und einer Neubewertung der zuvor vorherrschenden klimapolitischen Maßnahmen. Insbesondere Erdgas gewann nach mehreren Jahren negativer Berichterstattung wieder an Glaubwürdigkeit als zuverlässige und nachhaltige Energiequelle und wurde zunehmend als eines der wirksamsten Mittel zur Deckung des schnell wachsenden globalen Energiebedarfs anerkannt. Dieser Politikwechsel zeigte sich auch in den Ergebnissen der 30. Konferenz der Vertragsparteien (COP30) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC).

Sicherheit stärken: Der Zusammenhang zwischen NATO-Ausgaben und Energieversorgungssicherheit

Ein Positionspapier von Eurelectric

Die Energiesicherheit ist ein unverzichtbarer Bestandteil der nationalen und kollektiven Verteidigung, und das Ziel der NATO, bis zu 1,5 % des BIP für verteidigungsbezogene Investitionen bereitzustellen, bietet eine wichtige Gelegenheit, die Resilienz, den Schutz und die Vorsorge der europäischen Energiesysteme zu stärken. Krisenmanagement- und Vorsorgemaßnahmen sind unerlässlich, um eine schnelle Wiederherstellung und Kontinuität der Energieversorgung bei hybriden oder kinetischen Angriffen zu gewährleisten. Der Schutz kritischer Energieinfrastrukturen erfordert sowohl sofortige taktische Schutzmaßnahmen als auch langfristige strategische Sicherheitsvorkehrungen, die physischen Schutz, Cyber-Resilienz, Redundanz, Drohnenabwehrinstrumente und „Secure-by-Design“-Prinzipien kombinieren, die bereits in den frühesten Phasen der Planung und Entwicklung integriert werden. Robuste Cybersicherheit und sichere, unabhängige Kommunikationssysteme sind von entscheidender Bedeutung für den Schutz der Energieinfrastruktur. Die Priorisierung von sauberer Energie, Elektrifizierung und resilienter Infrastruktur stärkt die strategische Autonomie Europas, verringert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und bringt die Verteidigungserfordernisse mit den langfristigen Wettbewerbs- und Nachhaltigkeitszielen in Einklang.

Editorial

DAVID PLAS PHOTOGRAPHY

Kristian Ruby

Secretary General
Eurelectric, Brüssel, Belgien

Warum Europa Strom als zentrales Element der Sicherheitsinfrastruktur behandeln muss

Liebe Leserinnen und Leser des vgbe energy journals,

Als im Januar große Teile Berlins ohne Strom waren, wurden Tausende Menschen plötzlich an eine grundlegende Tatsache erinnert: Strom ist keine beliebige Ware. Er ist das Rückgrat der modernen Gesellschaft. Verkehrssysteme kamen zum Erliegen. Die Telekommunikation wurde unterbrochen. Unternehmen mussten schließen. Das öffentliche Leben kam zum Stillstand.

Eine Erkenntnis ist dabei besonders entscheidend: In der heutigen geopolitischen Lage sind Stromversorgungssysteme strategische Einrichtungen und potenzielle Angriffsziele. Die dramatischen Folgen dieser neuen Realität sind in der Ukraine zu sehen. Seit fast drei Jahren ist dort die Strominfrastruktur systematischen und immer tiefgreifenderen Angriffen ausgesetzt. Diese zielen nicht nur darauf ab, Einrichtungen zu beschädigen, sondern auch die Gesellschaft zu destabilisieren und die Verteidigung zu schwächen.

Im Gegensatz zur Ukraine ist Europa nicht von Kriegsgefahren bedroht. Aber auch wir leben nicht in vollkommen friedlichen Zeiten. In einem neuen Bericht mit dem Titel „Battle-tested power systems” (Kriegserprobte Stromversorgungssysteme) hat Eurelectric untersucht, wie hybride Bedrohungen für die Energieinfrastruktur in der gesamten EU zunehmen. Unterbrechungen von Seekabeln in der Ostsee, Brandanschläge auf Energieanlagen, eskalierende Cyberangriffe und koordinierte Desinformationskampagnen gegen Versorgungsunternehmen sind keine Einzelfälle mehr. Sie sind Teil einer systematischen Einflussnahme auf kritische Infrastrukturen.

Gleichzeitig verschiebt sich die globale Energiegeopolitik. Energie wird dabei zunehmend als Instrument von Machtausübung und politischer Einflussnahme eingesetzt. Eine 30-jährige Phase der Weltgeschichte, in der stabile, absehbare Interdependenzen eine Selbstverständlichkeit waren, findet so ihr Ende.

Für Europa ergibt sich daraus eine zentrale Schlussfolgerung: Eigener Strom – zunehmend erneuerbar, diversifiziert und vernetzt – ist nicht nur ein Weg zur Dekarbonisierung. Er ist auch die Grundlage für langfristige Energiesicherheit. Mit der Elektrifizierung von Verkehr, Wärmeversorgung, Industrie und digitaler Infrastruktur wird es noch wichtiger, Ereignisse zu vermeiden, die sich auf andere Sektoren auswirken könnten. Europa braucht daher eine grundlegende Veränderung in der Vorsorge auf drei Ebenen.

Erstens auf Unternehmensebene. Versorgungsunternehmen müssen Sicherheit in ihre Kernstrategie und ihren Betrieb integrieren. Dazu gehören ein verbesserter physischer Schutz kritischer Anlagen, systematische Krisenübungen, verstärkte Cybersicherheitskapazitäten und die Bevorratung wichtiger Komponenten wie Transformatoren und Netzausrüstung. Auch kleinere Betreiber müssen wachsam sein, denn hybride Akteure nutzen jegliche Glieder in komplexen Systemen aus. Eine robuste Sicherheitskultur entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist unerlässlich.

Zweitens auf nationaler Ebene. Die Regulierung muss an die neue Sicherheitsrealität angepasst werden. Netzbetreiber können beispielsweise nur innerhalb regulierter Rahmenbedingungen investieren. Wenn wir von ihnen erwarten, dass sie Redundanzen aufbauen, strategische Ausrüstungsreserven vorhalten oder robuste Backup-Kommunikationssysteme einrichten, um nach einem großen Ausfall Schwarz-Start-Fähigkeit zu ermöglichen, müssen die Regulierungsbehörden solche Investitionen zulassen und vergüten. Sicherheit kann nicht als optionales Zusatzelement behandelt werden.

Drittens auf EU-Ebene. Die übergeordnete Strategie Europas zur Energiesicherheit stammt aus dem Jahr 2014. Seitdem haben sich jedoch der Energiemix, das geopolitische Umfeld und die technische Architektur des Systems grundlegend verändert. Zwar wurden wichtige Rechtsvorschriften verabschiedet – insbesondere im Bereich der Cybersicherheit –, doch benötigen wir eine umfassende, auf den Stromsektor ausgerichtete Überprüfung des europäischen Sicherheitsrahmens. Diese muss physische Bedrohungen, Cyberrisiken, die Resilienz der Lieferketten, Verteidigungsaspekte und die sektorübergreifende Koordinierung einbeziehen.

Auch die Cybersicherheit verdient Beachtung. Mit der Digitalisierung der Netze und der zunehmenden Vernetzung dezentraler Energiequellen vergrößert sich die Angriffsfläche. Künstliche Intelligenz verbessert zwar die Abwehrinstrumente, eröffnet aber auch neue Einfallstore für Angriffe. Die gleichen Datenströme, die eine bedarfsgerechte Steuerung ermöglichen und die Integration erneuerbarer Energien optimieren, müssen vor Eindringen geschützt werden. Die Balance zwischen digitaler Offenheit und robustem Schutz wird eine der entscheidenden Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts sein.

Die übergeordnete Botschaft von „Battle-tested power systems” ist eindeutig: Strom ist zu einem zentralen Bestandteil der europäischen Sicherheitsarchitektur geworden. Die Lehren aus der Ukraine zeigen sowohl das Ausmaß der Bedrohung als auch die Bedeutung von Resilienz, Reaktionsvermögen und Koordination. Der Stromausfall in Berlin macht deutlich, dass selbst in stabilen Demokratien plötzlich Störungen mit weitreichenden Auswirkungen auftreten können.

Energiesicherheit im Zeitalter der Elektrizität bedeutet, sich nicht nur auf Marktvolatilität, sondern auch auf vorsätzliche Störungen vorzubereiten. Es bedeutet, zu investieren, bevor eine Krise eintritt. Und es bedeutet, anzuerkennen, dass ein resilientes Stromsystem nicht mehr nur eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist. Es ist eine strategische Notwendigkeit.