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Erste vgbe-Konferenz „Health & Safety in the Energy Transition“ bringt internationale Fachleute in Düsseldorf zusammen

45 Teilnehmende aus der Energiewirtschaft und angrenzenden Fachgebieten kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit zu diskutieren und Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis auszutauschen.

Am 13. und 14. Oktober 2026 fand im Maritim Hotel Düsseldorf erstmals die vgbe-Konferenz „Health & Safety in the Energy Transition“ statt. 45 Teilnehmende aus der Energiewirtschaft und angrenzenden Fachgebieten kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit zu diskutieren und Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis auszutauschen. Neben Fachleuten aus verschiedenen europäischen Ländern durften wir auch Gäste aus Kenia und Südafrika begrüßen.

Das Programm machte deutlich, wie vielfältig die Herausforderungen für Health & Safety im Zuge der Energiewende sind. Von einer gelebten Sicherheitskultur über psychische Gesundheit und betrieblichen Brandschutz bis hin zu künstlicher Intelligenz und neuen Energietechnologien bot die Konferenz zahlreiche Anknüpfungspunkte für fachliche Diskussionen und neue Perspektiven.

Sicherheitskultur, psychische Gesundheit und betrieblicher Brandschutz

Der erste Konferenztag widmete sich der Frage, wie Unternehmen sichere Arbeitsbedingungen schaffen und gleichzeitig den Menschen stärker in den Mittelpunkt stellen können. Marc Massaar van Schaik und Tom Gill beleuchteten unterschiedliche Aspekte von Sicherheitskultur und Führung. Die Beiträge zeigten, wie wichtig es ist, Mitarbeitende einzubeziehen, einen offenen Umgang mit Risiken zu fördern und aus Erfahrungen gemeinsam zu lernen.

Auch psychische Gesundheit und psychologische Sicherheit standen im Fokus. Nadja Kreutzer widmete sich der psychologischen Sicherheit, Dr. Philipp Jann der psychosozialen Notfallversorgung und Tim Kleber dem mentalen Wohlbefinden und Human Capital Intelligence. Die unterschiedlichen Perspektiven machten deutlich, dass psychische Belastungen ebenso systematisch berücksichtigt werden sollten wie klassische Gefährdungen am Arbeitsplatz.

Wie sich diese Ansätze mit konkreten betrieblichen Schutzmaßnahmen verbinden lassen, zeigten die Beiträge zu Brandschutz und Gefahrstoffen. Marilen Körwien beleuchtete die Verantwortung von Betreibern im Brandschutz, während Jens Kai Holm auf die besonderen Anforderungen an den Brandschutz in Biomasseanlagen einging. Sandra Patalla ergänzte das Programm um die regulatorischen Anforderungen an Gefahrstoffe und deren Umsetzung in Deutschland.

Künstliche Intelligenz und Sicherheit in neuen Energiesystemen

Am zweiten Tag standen die Auswirkungen technologischer Entwicklungen auf Health & Safety im Mittelpunkt. Igor Tjurlik stellte Ansätze zu Sicherheitskennzahlen und Anreizsystemen vor, während Andrea Ackermann-Isner Einblicke in die Entwicklung der Sicherheitskultur bei BKW gab.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Einsatz künstlicher Intelligenz. Matthias Keite und Martin Westhoven beleuchteten das Thema aus technischer beziehungsweise wissenschaftlicher Perspektive. Dr. Stefan Hörmann zeigte Anwendungsmöglichkeiten im Strahlenschutz auf, und Christian Berthold demonstrierte, wie die dreidimensionale Erfassung von Kraftwerksanlagen neue Möglichkeiten für die digitale Darstellung und Analyse eröffnet. Dabei ging es auch um die Frage, wie neue Werkzeuge einen praktischen Nutzen entfalten können und welche Grenzen bei ihrem Einsatz zu berücksichtigen sind.

Darüber hinaus beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Sicherheitsanforderungen neuer Energietechnologien. Mirko Hülskemper erläuterte technische Herausforderungen bei Batteriespeichersystemen, während Stefan Thumm den Brandschutz aus Sicht der Versicherungswirtschaft betrachtete. Dr. Kai Holtappels widmete sich der Zuverlässigkeit von Wasserstofftechnologien und den damit verbundenen Sicherheitsfragen. Weitere Beiträge zu erneuerbaren Energien und zur Offshore-Rettung rundeten das Programm ab.

Internationaler Austausch als Schlüssel für mehr Sicherheit

Neben der fachlichen Vielfalt prägte vor allem der intensive Austausch die Konferenz. Die Teilnehmenden diskutierten die Vorträge sehr aktiv, brachten eigene Erfahrungen ein und stellten Fragen aus unterschiedlichen betrieblichen Perspektiven. So entstanden lebhafte Gespräche, die weit über die einzelnen Präsentationen hinausgingen. Gerade die Verbindung von konkreten Praxiserfahrungen mit wissenschaftlichen und technischen Ansätzen machte den Dialog besonders wertvoll.

Die Gäste aus Kenia und Südafrika unterstrichen zudem, dass viele Herausforderungen der Energiewirtschaft nicht an Ländergrenzen enden. Der internationale Austausch eröffnet die Möglichkeit, unterschiedliche Herangehensweisen kennenzulernen, voneinander zu lernen und gemeinsame Lösungsansätze weiterzuentwickeln.

Die erste Ausgabe von „Health & Safety in the Energy Transition“ war ein voller Erfolg. vgbe energy bedankt sich bei allen Vortragenden für ihre wertvollen Beiträge, bei den Teilnehmenden für die engagierten Diskussionen und bei allen Beteiligten, die die Veranstaltung ermöglicht haben.

Die positive Resonanz und der offene fachliche Austausch bestärken uns darin, die Konferenz fortzuführen. Wir freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe im Jahr 2028.