Mentale Gesundheit geht uns alle an
Bei vgbe möchten wir eine Arbeitskultur fördern, in der offen und wertschätzend über psychische Gesundheit gesprochen werden kann. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für psychische Belastungen zu stärken, Vorurteile abzubauen und frühzeitig Unterstützung zu ermöglichen.
Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens mit Herausforderungen oder Belastungen konfrontiert werden. Deshalb möchten wir dazu beitragen, dass Hilfe in Anspruch zu nehmen als selbstverständlicher Schritt wahrgenommen wird. Denn mentale Gesundheit ist ein wichtiger Bestandteil von Gesundheit, Sicherheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
Mentale Gesundheit beim vgbe energy
Mentale Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Wohlbefindens, unserer Leistungsfähigkeit und unserer Lebensqualität. Sie beeinflusst, wie wir denken, fühlen und handeln, wie wir mit Herausforderungen umgehen und wie wir mit anderen Menschen zusammenarbeiten.
Belastungen gehören zum Berufs- und Privatleben dazu. Veränderungen, hohe Arbeitsanforderungen, persönliche Krisen oder gesundheitliche Herausforderungen können dazu führen, dass Menschen zeitweise Unterstützung benötigen.
Bei vgbe energy möchten wir dazu beitragen, psychische Gesundheit sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und frühzeitig Unterstützung anzubieten. Unser Ziel ist eine Arbeitskultur, in der über psychische Belastungen offen gesprochen werden kann und Hilfsangebote leicht zugänglich sind.
Warum mentale Gesundheit wichtig ist
Psychische Belastungen gehören zu den häufigsten Ursachen für längere Fehlzeiten am Arbeitsplatz. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, über Belastungen zu sprechen oder frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Dabei gilt:
Je früher Belastungen erkannt und angesprochen werden, desto besser können geeignete Unterstützungsmaßnahmen greifen.
Mentale Gesundheit betrifft uns alle – unabhängig von Funktion, Hierarchie oder persönlicher Lebenssituation. Sie ist daher ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Gesundheits- und Sicherheitsverständnisses.
Mental Health First Aid (MHFA) - Was ist Mental Health First Aid?
Mental Health First Aid (MHFA) steht für „Erste Hilfe für psychische Gesundheit“ und beschreibt einen international etablierten Ansatz zur Förderung psychischer Gesundheit sowie zur frühzeitigen Unterstützung von Menschen mit psychischen Belastungen oder in psychischen Krisensituationen.
Das Konzept wurde Anfang der 2000er Jahre in Australien entwickelt und hat sich seitdem in zahlreichen Ländern weltweit etabliert. Grundlage des Programms ist die Erkenntnis, dass psychische Erkrankungen und Belastungen weit verbreitet sind, erste Anzeichen jedoch häufig nicht erkannt oder angesprochen werden. Gleichzeitig bestehen bei vielen Betroffenen Unsicherheiten hinsichtlich geeigneter Unterstützungsangebote oder möglicher Ansprechpersonen.
Ziel von Mental Health First Aid ist es, Menschen zu befähigen, Anzeichen psychischer Belastungen frühzeitig zu erkennen, ein unterstützendes Gespräch zu führen und Betroffene bei Bedarf an geeignete professionelle Hilfsangebote weiterzuvermitteln. Dabei orientiert sich MHFA am bewährten Prinzip der Ersten Hilfe bei körperlichen Erkrankungen oder Unfällen: Durch frühzeitiges Handeln können Belastungen besser eingeordnet, Hemmschwellen abgebaut und Betroffene auf ihrem Weg zu weiterer Unterstützung begleitet werden.
Zahlreiche internationale Studien zeigen, dass Mental Health First Aid dazu beitragen kann, das Wissen über psychische Gesundheit zu verbessern, Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abzubauen und die Bereitschaft zu erhöhen, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen oder Unterstützung anzubieten. Damit leistet MHFA einen wichtigen Beitrag zur Förderung einer offenen, unterstützenden und gesundheitsförderlichen Unternehmenskultur.
Aufgaben und Rolle eines Mental Health First Aiders
Mental Health First Aider sind speziell geschulte Ansprechpersonen, die Kolleginnen und Kollegen bei psychischen Belastungen oder in schwierigen Lebenssituationen unterstützen können. Ihre Aufgabe besteht darin, erste Anzeichen psychischer Belastungen wahrzunehmen, Betroffenen mit Offenheit und Wertschätzung zu begegnen und ihnen in einem vertraulichen Gespräch Orientierung zu bieten. Dabei hören sie aufmerksam zu, helfen dabei, Belastungen einzuordnen, informieren über interne und externe Unterstützungsangebote und unterstützen auf Wunsch bei der Suche nach geeigneter professioneller Hilfe.
Mental Health First Aider leisten dabei eine erste Unterstützung auf Augenhöhe und tragen dazu bei, Hemmschwellen abzubauen sowie Gespräche über psychische Gesundheit zu erleichtern. Sie können Betroffene ermutigen, frühzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen, und fungieren als Brücke zwischen ersten Belastungsanzeichen und professionellen Hilfsangeboten.
Mental Health First Aider übernehmen keine therapeutische oder medizinische Funktion. Sie ersetzen weder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten noch Ärztinnen und Ärzte, Sozialberatungen oder andere Fachkräfte des Gesundheitswesens. Sie stellen keine Diagnosen und führen keine therapeutischen Maßnahmen durch. Ihre Rolle besteht vielmehr darin, zuzuhören, Orientierung zu geben und den Zugang zu geeigneten Unterstützungsangeboten zu erleichtern.
Ein Gespräch mit einem Mental Health First Aider kann in vielen Situationen hilfreich sein – beispielsweise bei anhaltendem Stress, Überforderung, Schlafproblemen, persönlichen oder beruflichen Belastungen, Veränderungen der Stimmung oder auch dann, wenn man sich Sorgen um eine Kollegin oder einen Kollegen macht. Dabei muss keine akute Krise vorliegen. Oft kann bereits ein frühzeitiges Gespräch dazu beitragen, die eigene Situation besser einzuordnen, neue Perspektiven zu gewinnen und passende Unterstützungsangebote kennenzulernen.
Unsere Mental Health First Aider
Psychische Belastungen können jede und jeden von uns betreffen – sei es durch berufliche Herausforderungen, private Veränderungen oder belastende Lebenssituationen. Nicht immer fällt es leicht, darüber zu sprechen oder den ersten Schritt zu machen.
Die folgenden Kolleginnen und Kollegen haben die Ausbildung zum Mental Health First Aider (MHFA) erfolgreich absolviert und stehen als vertrauliche Ansprechpersonen zur Verfügung. Sie bieten ein offenes Ohr, unterstützen bei der Einordnung von Belastungssituationen und informieren über geeignete interne und externe Unterstützungsangebote.
Selbstverständlich erfolgen Gespräche vertraulich und auf freiwilliger Basis. Die Mental Health First Aider verstehen sich als erste Anlaufstelle und Orientierungshilfe, ersetzen jedoch keine professionelle medizinische oder psychotherapeutische Beratung.
Dr. Lukas Biesen
Health & Safety
vgbe energy e.V.
☏ +49 201 81 28 253
✆ +49 151 18248006
✉ lukas.biesen@vgbe.energy
Deilbachtal 173, 45257 Essen
Dr. Gregor Lipinski
Health & Safety
vgbe energy e.V.
☏ +49 201 81 28 272
✆ +49 152 03867528
✉ gregor.lipinski@vgbe.energy
Deilbachtal 173, 45257 Essen
Hinweis:
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Gespräch mit einem Mental Health First Aider das Richtige für Sie ist, können Sie sich jederzeit unverbindlich an uns wenden. Gemeinsam können wir besprechen, welche Unterstützungsmöglichkeiten für Ihre Situation hilfreich sein könnten. Dies kann auch die Vermittlung an die RWE-Sozialberatung oder andere professionelle Unterstützungsangebote umfassen.
Professionelle Unterstützung durch die RWE-Sozialberatung
Zusätzlich zum Mental Health First Aid Angebot arbeitet vgbe mit der RWE-Sozialberatung zusammen und bietet seinen Mitarbeitenden damit Zugang zu einer professionellen und etablierten Beratung.
Die RWE-Sozialberatung unterstützt Beschäftigte bei beruflichen, persönlichen und familiären Fragestellungen und bietet fachkundige Beratung in belastenden Lebenssituationen. Ziel ist es, Betroffene frühzeitig zu unterstützen, Orientierung zu geben und bei Bedarf passende Hilfsangebote aufzuzeigen.
Das Beratungsspektrum umfasst unter anderem:
- psychische Belastungen und Stresssituationen,
- Erschöpfung und Überforderung,
- Konflikte im beruflichen oder privaten Umfeld,
- persönliche Krisen- und Veränderungssituationen,
- familiäre Herausforderungen
- Suchtthemen,
- soziale und finanzielle Fragestellungen,
- die Vermittlung weiterführender Unterstützungsangebote.
Die Beratung erfolgt unabhängig, vertraulich und auf freiwilliger Basis. Durch die Zusammenarbeit mit der RWE-Sozialberatung stellt vgbe sicher, dass Mitarbeitende neben den internen Ansprechpersonen auch Zugang zu professioneller Unterstützung erhalten.
Die Kombination aus Mental Health First Aid und externer Sozialberatung ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützung und trägt dazu bei, psychische Gesundheit als festen Bestandteil einer modernen Gesundheits- und Sicherheitskultur zu fördern.
Kontakt
Die Kontaktdaten der RWE-Sozialberatung stehen den Mitarbeitenden des vgbe intern zur Verfügung.
Mögliche Anzeichen psychischer Belastungen
Psychische Belastungen oder Krisen können sich von Person zu Person unterschiedlich äußern. Nicht jedes Anzeichen deutet zwangsläufig auf eine psychische Erkrankung hin. Wenn Veränderungen jedoch über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben oder mehrere Anzeichen gleichzeitig auftreten, kann es sinnvoll sein, Unterstützung in Anspruch zu nehmen oder das Gespräch mit einer vertrauten Person zu suchen.
Mögliche Hinweise können beispielsweise sein:
- Deutliche Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug oder Verhaltensänderungen
Betroffene wirken möglicherweise ungewohnt gereizt, niedergeschlagen oder emotional belastet. Manche ziehen sich von Kolleginnen, Kollegen, Freunden oder Familie zurück oder zeigen Verhaltensweisen, die von ihrem üblichen Auftreten deutlich abweichen. - Anhaltende Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme oder verminderte Leistungsfähigkeit
Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen, ständige Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme können Anzeichen dafür sein, dass eine Person unter erhöhtem psychischem Druck steht. - Verlust von Interesse, fehlende Motivation oder Gefühle der Überforderung
Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben, werden zunehmend vermieden. Aufgaben des Alltags oder berufliche Anforderungen können als besonders belastend empfunden werden, während Motivation und Antrieb spürbar nachlassen. - Veränderter Umgang mit Alkohol, Medikamenten oder anderen Suchtmitteln
Ein zunehmender Konsum von Alkohol, Medikamenten oder anderen Substanzen kann ein Hinweis darauf sein, dass jemand versucht, Belastungen oder negative Gefühle zu bewältigen. - Gefühle von Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung oder Hinweise auf Suizidgedanken
Aussagen über Sinnlosigkeit, starke Hoffnungslosigkeit oder indirekte beziehungsweise direkte Hinweise auf Suizidgedanken sollten immer ernst genommen werden. In solchen Situationen ist es wichtig, Unterstützung anzubieten und gegebenenfalls professionelle Hilfe hinzuzuziehen.
- Deutliche Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug oder Verhaltensänderungen
Psychische Belastungen sind nichts Ungewöhnliches und können jeden Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen treffen. Frühzeitig über Schwierigkeiten zu sprechen und Unterstützung anzunehmen, kann dazu beitragen, Belastungen besser zu bewältigen und geeignete Hilfsangebote zu finden.
Nützliche Links
- Telefon Seelsorge Deutschland 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123
- Krisendienst: 0800 655 3000, im akuten Notfall: 112
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst Psychotherapie: 116 117
- Stiftung Deutsche Depressionshilfe
- Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention
- Selbsthilfe
- Freunde fürs Leben (Unterstützung und Information)
- SeeleFon (Telefon und E-Mail-Beratung für Angehörige)
- Aktionsbündnis Seelische Gesundheit (Psychose, Schizophrenie)
- Blaues Kreuz in Deutschland e.V. (Suchterkrankungen)
- Selbsthilfegruppen bei Suchterkrankungen
- Hilfe bei der Suche nach Beratungsstellen vor Ort