Im Rahmen der Deutsch-Indischen Energiepartnerschaft ist es mittlerweile eine gute Tradition, dass jährlich zwei Workshops an unterschiedlichen Orten in Indien organisiert werden. Am 20. und 22. Mai dieses Jahres fanden sie unter dem Motto „Technical Pioneers of the Energy Transition“ in Lucknow und Jaipur statt. Mehr als 150 Teilnehmende diskutierten darüber, wie der Umbau des Energiesystems in Indien gelingen kann. Der flexible Betrieb der Kohlekraftwerke spielt dabei eine entscheidende Rolle – ungefähr Dreiviertel der indischen Stromproduktion basiert auf dem Energieträger Kohle.
Es zeigte sich, dass das Erreichen einer minimalen Last von 55 Prozent für die meisten Kohlekraftwerke inzwischen keine größere Herausforderung mehr darstellt. Damit ist eine wichtige Forderung der Central Electricity Authority – einer wichtigen Behörde im indischen Stromsektor – umgesetzt. Eine weitere Lastabsenkung auf 40 Prozent stellt das nächste Ziel dar. Hierzu gab es viele intensive Diskussionen – über die technischen Voraussetzungen dafür sowie über die Auswirkungen des flexiblen Kraftwerksbetriebs auf die Anlagenkomponenten. Prof. Dr. Claudia Weise und Dr. Christian Ullrich vom vgbe berichteten über die Erfahrungen, die dazu in Deutschland und Europa vorliegen.
Die Workshops wurden von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und dem indischen Excellence Enhancement Centre (EEC) organisiert. Die GIZ ist im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dafür verantwortlich, die Deutsch-Indische Energiepartnerschaft umzusetzen. Die feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.


